Dienstag, 20. Dezember 2011

Wenn der Bulle den Kopf senkt... - zweite Leseprobe!

Wer den Bullen reizt... - noch lässt der von Amazon bereitgestellte "Blick ins Buch" auf sich warten. Unkompliziert hinein schmökern könnt Ihr deshalb erst mal hier:

Foto: Candie N (CC by 2.0)
„Der Sheriff will offenbar nicht mehr für unsere Sicherheit sorgen. Deshalb sage ich: Wählen wir noch heute einen neuen Sheriff!“ Während die Gruppe von Schwarzen erschrocken in meine Richtung blickte, ließen die meisten der übrigen ein zustimmendes Gemurmel hören. 

„Ihr habt es gehört!“, ergriff Piercington erneut das Wort, „Ich schlage Mister Luke MacGregor als neuen Sheriff vor! Wer für die Abwahl von Mister Al Thomas ist und meinem Vorschlag zustimmt, erhebe jetzt die Hand!“

Meine Niederlage war überwältigend. Sogar zwei der Schwarzen stimmten für meine Absetzung, und unter den Weißen waren es allein Headly und Jenny, die Piercingtons Vorschlag nicht zustimmten. Wenn ein Mann dir ins Gesicht schlägt, dann kannst du ihn verprügeln. Aber was tust du, wenn eine ganze Stadt dir ins Gesicht schlägt? Ich riss mir den Sheriffstern von der Brust, und warf ihn Luke zu. Dann stand ich auf, und ging in Richtung Ausgang. 

„Al Thomas“, hörte ich Lukes Stimme hinter mir, „ich verhafte dich wegen des ungeklärten Todes von Gary Coreman.“

Ich drehte mich um und ließ meine Hand über dem Colt schweben, der in meinem Holster steckte. Luke hatte den Fehler gemacht, die Verhaftung auszusprechen, ohne dabei eine Waffe in der Hand zu halten. 

Dienstag, 13. Dezember 2011

Yieeehaaa! Band 5 der Al Wolfson-Chroniken ist da!

Wer den Bullen reizt, kriegt die Hörner - als ehemaliger Cowboy weiß Sheriff Thomas Al Wolfson das nur all zu genau. Aber lassen kann er es doch nicht:


Auf einer Ebene vor der kleinen Stadt Alamosa werden zwei grausam zugerichtete Mordopfer gefunden. Alles deutet darauf hin, dass die beiden Opfer des Ku-Klux-Klan geworden sind. Furcht macht sich unter den Bewohnern der Stadt breit:


"Heute morgen hatte die Angst ihre Klauen nach Alamosa ausgestreckt, und noch bevor der Mittag gekommen war, begannen sich diese Klauen in das Fleisch unserer Stadt zu bohren" - als Al das sagt, weiß er noch nicht, wie kräftig diese Klauen zupacken werden. 

Mit Wer den Bullen reizt... bedanke ich mich für ein großartiges Jahr, das ich euch, liebe Leser, zu verdanken habe! Mein Geschenk: Dieser fünfte Band der Al Wolfson-Chroniken ist knapp doppelt so lang wie seine Vorgänger - aber sicher nicht minder kurzweilig und actionreich!



Mittwoch, 30. November 2011

Wer den Bullen reizt... - ein erster Auszug



Ich erzählte Father Fairbanks von dem Überfall auf Headly, von der Schießerei, und auch davon, dass Gary schließlich von eigener Hand gestorben war. Für jeden gläubigen Katholiken, so hatte man mir gesagt, war Selbstmord eine Todsünde, die unweigerlich zu ewiger Verdammnis führte.

Father Fairbanks seufzte. Dann entschied er „So, wie ich die Sache sehe, wollte der arme Gary die Kugel herausschneiden, die in seinem Schlüsselbein steckte, und hat das Messer falsch angesetzt. Für seine Sünden wird ihn wohl das Fegefeuer erwarten, doch nach einer Läuterung dort mag er letztlich doch noch in die Glückseligkeit eingehen.“

„Father“, sagte ich, „wenn ich mal vor den Richterstuhl Gottes trete, dann hätte ich Sie gern als Anwalt. Sie werden unseren Schöpfer vielleicht nicht umstimmen können, aber bestimmt erheitern. Ich denke, ich sollte doch einmal einen Ihrer Gottesdienste besuchen.“

„Oh, von jetzt an haben Sie doppelt so viel Gelegenheit dazu. Es haben mich so viele Leute dazu gedrängt, dass ich vorhin entschieden habe, am Sonntag nun zwei Gottesdienste abzuhalten: Einen des Morgens, der allein den hellhäutigen Schafen des Herrn vorbehalten ist, und einen des Nachmittags, zu dem auch jeder andere von Herzen willkommen ist. Das ist bei uns nie Brauch gewesen, aber wenn es dem Frieden und der Sicherheit der Gemeinde dient, dann will ich gern meinen Teil dazu beitragen.“

„Father...“

„Ja?“

„Vergessen Sie das mit dem Anwalt. Sie meinen's sicher nicht böse, aber wenn Sie den Teufeln die Hand reichen, dann geht die ganze Stadt zur Hölle.“

Ärgerlich schwang ich mich auf Tylers Rücken, um mir Garys Freunde, Randy und Luke, vorzunehmen. Die gehörten vielleicht nicht selbst zum Klan, wussten aber wohl mit Sicherheit einiges mehr über das Verbrechen, das in der Nacht geschehen war, als es den Anschein gehabt hatte.

Es galt, keine Zeit zu verlieren. Heute morgen hatte die Angst ihre Klauen nach Alamosa ausgestreckt, und noch bevor der Mittag gekommen war, begannen sich diese Klauen in das Fleisch unserer Stadt zu bohren. Ich begriff, wie der Klan arbeitete: Gewalt und Mord waren nur Mittel zum Zweck. Piercington hatte schon recht: Angst zu verbreiten war das eigentliche Ziel. Angst vor dem Tod, Angst um die Zukunft seiner Kinder, um das Leben und die Gesundheit von Freunden und Angehörigen – das war die mächtigste Waffe der Klansmänner. Und mit dieser Waffe machten sie sich nun daran, die Art, wie wir lebten, nach ihren Werten umzugestalten. Wie mächtig diese Waffe tatsächlich war, sollte ich erst noch erfahren.

Hol dir jetzt das ganze Buch: Wer den Bullen reizt...  - Als Kindle-E-Book für 1,39 €*

*inklusive Mehrwertsteuer

Montag, 7. November 2011

Thomas Al Wolfson: Seine Zeit, seine Welt

Cowboys, Indianer, Banditen und reichlich Munition: Das sind die Zutaten vieler Western - die auch in den Al Wolfson-Chroniken nicht fehlen. Doch Thomas Al Wolfson agiert vor einem klar definierten historischen Hintergrund. Hier einige Fakten, die geschichtlich Interessierten die Orientierung in seiner Welt erleichtern:

Zeit und Raum

Al Wolfsons Flucht aus seiner Heimatstadt Diggers Tomb in New Mexico lässt sich auf den Spätsommer 1878 datieren.

Die mexikanischen Staaten Chihuahua, Sonora und Durango zahlen in dieser Zeit Prämien für die Skalps von Apachen: Die Kopfhaut eines Kriegers ab 14 Jahren bringt ursprünglich 100, später 200 Pesos, für die Skalps von Frauen bekommen Skalpjäger 50, später 100 Pesos und für die von Kindern 25, später 50 Pesos.

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Wer den Bullen reizt...


Den Bullen zu reiten, das ist wie das Leben selbst:
Es ist ein Kampf, der deine ganze Kraft erfordert.
Und den du am Ende verlieren wirst.
Thomas Al Wolfson

Foto: Larry Lamsa (CC BY 2.0)
Gute Nachrichten für Freunde der gepflegten Western-Literatur: Zum Ende des Jahres wird ein weiterer Band der Al-Wolfson-Chroniken erscheinen.

Der Titel "Wer den Bullen reizt..." verdeutlicht: Thomas Al Wolfson stehen wieder ereignisreiche Tage (und Nächte) bevor. Und die verdankt er nicht allein seiner neuen Bekanntschaft Jenny Parker

Alte Freunde, neue Feinde und Gefahren, auf die in Alamosa niemand vorbereitet war, warten auf Al. Mehr demnächst an dieser Stelle!

Freitag, 21. Oktober 2011

Die Al Wolfson-Chroniken - Der Film




Lukas, Spielberg, Bruckheimer - sie alle sind zu spät gekommen, um den ersten Trailer zur E-Book-Reihe "Die Al Wolfson-Chroniken" zu produzieren. Doch kein Grund für Produzenten diesseits und jenseits von Hollywood, die Köpfe hängen zu lassen. Bislang sind die Filmrechte (wahlweise für einzelne Bände oder auch im Paket für die gesamte Reihe) noch zu haben. Gebote richten Sie bitte an die im Impressum genannte Anschrift ;-)

Freitag, 14. Oktober 2011

Die Bluträcherin - zum Reinschnuppern

Am 18. Oktober ist der vierte Band der Al Wolfson-Chroniken erschienen, "Die Bluträcherin". Für alle, die  vor dem Kauf einen Blick hinein werfen möchten, hier eine Leseprobe:

Ich spürte, dass ich vieles vor allem deshalb erzählte, um den Zeitpunkt hinauszuzögern, an dem wir uns verabschieden, und sie sich ins Ramblers' Paradise aufmachen würde, während auf mich die Pritsche im Hinterzimmer des Sheriff's Office wartete. 

Es ist nicht leicht, über eine Sache zu reden, während du über eine ganz andere nachdenkst. Ich wusste, der kürzeste Weg zum Herzen einer Frau führt über ein glaubhaftes Kompliment. Aber wie machst du einer Frau ein glaubhaftes Kompliment, während du mit ihr über die Lagerplätze der Yutas plauderst, oder über den Deputy Sheriff von Hooper. Irgendwann fand ich dann doch einen Weg – meinte ich zumindest:

„Sag mal, Jenny, eine Frage geht mir nicht aus dem Sinn. Warum übernimmt eine Frau wie du den Job einer Indianer-Agentin, noch dazu in dieser brenzligen Lage? Versteh mich nicht falsch, ich habe Hochachtung vor dem, was du tust, aber du bist da in eine Welt hinein spaziert, in der Kugeln und Pfeile fliegen, in der gemartert und skalpiert wird, und in der du früher oder später Blut an die Hände bekommst, ob du willst oder nicht. Ich kenne ein paar Flintenweiber, die würden sich dabei wohl fühlen. Aber du, du bist kein Flintenweib. Du hast Bildung, Charme, Witz, du siehst fantastisch aus, und ich bin sicher, dir stehen tausend Türen offen. Warum bist du diesen Weg gegangen?“

Ich dachte, ich hätte in meine Frage alles an Kompliment hinein gelegt, was eine Frau nur hören wollte. Doch Jennys Blick wanderte in eine unbestimmte Ferne und für einen Augenblick war ich sicher, eisigen Hass in ihren Augen zu sehen. Ich wusste, ich war nicht die Zielscheibe dieses Hasses, aber wen auch immer sie derart hasste, er täte gut daran, schon einmal seinen Frieden mit dem Schöpfer zu machen. 

„Entschuldige“, sagte ich, „ich wollte dir nicht zu nahe treten. Es geht mich nichts an, es war dumm von mir, diese Frage zu stellen.“

Doch da lächelte Jenny schon wieder, und ihr Lächeln war nicht weniger aufrichtig, als es der Hass zuvor gewesen war.

„Nein, Al. Es gibt nichts, wofür du dich entschuldigen müsstest, und ich danke dir für dieses bezaubernde Kompliment. Du bist ein außergewöhnlicher Mann, Al, und, versprochen, ich erzähle dir meine Geschichte. Aber nicht heute, okay? Es ist kein Abend für solche Geschichten.“

Während sie das sagte, legte sie ihre rechte Hand auf meine. „Wollen wir gehen? Bringst du mich noch zum Hotel?“, fragte sie dann.

Aus Die Bluträcherin - Als Kindle-E-Book für 1,39 €*

*inklusive Mehrwertsteuer

Dienstag, 11. Oktober 2011

Der Herr hat mir keinen Engel gesandt...

Foto: Michael Martelli (CC BY 2.0)
Nein, ganz bestimmt nicht. Ein Engel hat Flügel. Ein Engel feuert nicht mit einem Colt Peacemaker. Wenn ich mal einem Engel begegne, dann bekomme ich vielleicht genau so weiche Knie wie bei ihr, aber das war's dann auch mit den Gemeinsamkeiten.

Zum ersten Mal begegnet bin ich ihr in Bluntmans Waffenladen in Alamosa, als ich gerade dabei war, meine Taschen-Artillerie zu erneuern. Ladys lassen sich selten bei Bluntman sehen, aber Jennifer Parker ist ja auch keine Lady wie jede andere. Aus Fort Garland haben sie sie her geschickt. Es gibt da ein Problem mit den Yuta-Indianern. Ein ziemliches Problem, das sich zu einem neuen Indianerkrieg auswachsen könnte. Um dieses Problem soll sie sich kümmern. Und sie hat so einem Wisch dabei, der mich verpflichtet, ihr dabei zu helfen. Im Klartext: So lange sie sich um das Problem kümmert, ist sie mein Boss. Ich weiß nicht, ob mir das gefällt. Immerhin: So einen hübschen Boss hatte ich noch nie.

Wenn du die ganze Geschichte lesen möchtest, dann fass dich noch ein paar Tage in Geduld. Ende Oktober gibt's den vierten Band der Al Wolfson-Chroniken.

So long, wir sehen uns,

dein

Al Thomas, Alamosa, Colorado

P. S.: Ja, ich weiß, ich heiße Thomas Al Wolfson, aber wenn du Die Feuer von Alamosa gelesen hast, weißt du, warum du das besser für dich behalten solltest.

Montag, 3. Oktober 2011

Ich erzähl' euch mal was...

Bind deinen Gaul an, setz dich ans Lagerfeuer und mach's dir bequem. Ich erzähl' gerade, wie das damals war, als wir die Mörder der armen Betty Wilderberg gejagt haben...



Foto: Bettina Stolze/Pixelio
Wenn der Player bei dir nicht funktioniert: Hier gibt's die MP3-Datei

Das komplette Die Feuer von Alamosa bietet einige Stunden spannende Lektüre und ist als Kindle-E-Book für 1,39 € zu bekommen.

Öfter mal was auf die Ohren? Unter anhoerung.blogspot.com findest du noch mehr...

Intro-Musik: Beloved, als Freeware zur Verfügung gestellt von Freitas-Hunt (deDios Music)

Freitag, 30. September 2011

Sag die Wahrheit, Fremder! Wär' besser für uns beide...

Foto: Randy Pertiet
Weißt du, Freunde haben ist eine tolle Sache, und es ist nicht so, dass ich keine hätte. Aber wenn ich meine Freunde bitte, etwas über die Al Wolfson-Chroniken zu sagen, oder am besten gleich eine Rezension zu schreiben, dann können zwei Dinge passieren:

Zum ersten (und das ist wahrscheinlich): Sie sagen und schreiben "Großartig, tolle Bücher, spannend, gut geschrieben", und das stimmt auch alles.

Zum zweiten (das ist unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich): Sie sagen und schreiben "Großartig, tolle Bücher, spannend, gut geschrieben", obwohl die Bücher keinen Schuss Pulver wert sind.

Ich liebe meine Freunde, weil sie so etwas tun. So sind Freunde eben. Aber du, Fremder, du bist nicht so. Du kannst mir die Wahrheit sagen, ohne jede Angst um unser beider Freundschaft.

Ich weiß, es gibt eine Menge von euch, die eins von diesen Büchern gelesen haben, oder auch gleich ein paar. Und jetzt traut euch: Lasst Amazon (und mich) eure Meinung wissen, schreibt ein paar Zeilen darüber, was ihr beim Lesen gehasst habt. Oder geliebt natürlich.

Weißt du nämlich, was passiert, wenn du mir nicht die Wahrheit sagst? Dann wird der nächste Band nicht so gut, wie er werden könnte. Und das wäre schade für den nächsten Band. Und für dich. Also, komm, sag die Wahrheit, Fremder!

Mittwoch, 28. September 2011

Behalt deine Dollars: Kindle-Bücher ohne Kindle lesen

Cowboys und Indianer, Falschspieler und Exorzisten, Goldrausch, Eisenbahn, Showdown vorm Saloon: Klingt ja alles ganz spannend - aber die Al Wolfson-Chroniken gibt's nicht auf Papier. Und mindestens 139  99 € für den Amazon Kindle auf die Saloon-Theke blättern, das ist dir zu teuer. Kein Thema. Du brauchst nämlich keinen Kindle, um diese Bücher zu lesen.

Wenn du das hier lesen kannst, dann hast du schon fast alles, was du brauchst.

Zum Beispiel einen Mac oder einen PC, erst mal egal ob als Tower, als Notebook oder als Netbook.

Dafür hat Amazon eine Kindle-Lese-Software entwickelt, und die gibt' sogar gratis:

Kindle für PC - alle Kindle-E-Books auf einen Blick

In die Software trägst du deine Amazon-Zugangsdaten ein, und bekommst sofort alle gekauften Kindle-E-Books zu sehen. Ein Mausklick genügt, und der Lesespaß beginnt.

Seite für Seite: In der Einzelansicht kannst du deine Kindle-E-Books ganz gemütlich lesen
Noch ein Programm installieren? Willst du nicht? Geht auch in Ordnung. Einen Browser hast du ja sowieso. Dann vergnüg dich mit Amazons Cloud Reader. Der ist im Prinzip nichts anderes als eine Website - übrigens eine, die sich ganz hervorragend auf dem iPad oder einem anderen Tablet PC nutzen lässt. Du trägst wieder deine Amazon-Zugangsdaten ein, und schon kannst du dir deine Bücher vornehmen:

Klappt in fast jedem Browser: Amazons Cloud Reader

Obwohl er "Cloud Reader" heißt, kannst du die Bücher von da aus auch auf deinen PC oder dein Tablet herunter laden und dann auch ganz ohne Internetverbindung lesen.

Nutzt dir alles nichts? Du liest am liebsten im Zug, im Wartezimmer oder im Flieger, und ein Tablet ist nichts für dich?

Na, vielleicht hast du ja ein iPhone, oder ein Android-Smartphone. Auch für die Geräte gibt's Kindle-Apps. Die sehen zum Beispiel so aus:

Kindle-App für Android-Smartphones

Eine Internet-Verbindung brauchst du nur, um die Bücher auf dein Smartphone zu laden, beim Lesen kannst du gut darauf verzichten. Nicht ganz nutzlos ist eine Internetverbindung allerdings, wenn du mit dem Lesen zwischendurch aufhörst:

Die Kindle-App merkt sich die letzte Position - und synchronisiert sie
Steht eine Internetverbindung zur Verfügung, dann gibt die Kindle-App Informationen über die zuletzt gelesene Seite im zuletzt gelesenen Buch an einen Synchronisierungs-Server weiter. Und wenn du das selbe Buch dann zu Hause - zum Beispiel am PC - weiter lesen möchtest, musst du nicht lange suchen, weil die PC-Software schon weiß, wo du mit dem Lesen aufgehört hast.

Ach ja: Du musst dich nicht für eine Lösung entscheiden. Für ein bei Amazon gekauftes Kindle-E-Book bezahlst du nur einmal, und kannst es dann auf jedem deiner Geräte lesen - natürlich auch auf deinem Kindle, wenn du dir später doch einen anschaffst.

Die Software für iPhone, iPad, Android, Mac und Windows PC findest du hier.

Und wenn du Munition brauchst, kriegst du sie bei  diesem Autor. Zum Beispiel.

Montag, 26. September 2011

Brandneu im Kindle-Store: Ein Grab bleibt für den Sheriff - Leseprobe


Ich sah mir die Burschen erst genau an, und schlug dann die Mappe mit den Steckbriefen auf. Der Bursche rechts vom Padre mochte vielleicht gerade zwanzig Jahre alt sein. Er lächelte und blieb ganz ruhig sitzen. Der zu seiner Linken, dem Gesicht nach in den Vierzigern, wurde sichtbar nervöser. Schweißtropfen traten auf seine Stirn, während ich Steckbrief um Steckbrief umblätterte. Ich kannte natürlich meine Steckbriefe und wusste, dass ich die Gesichter der Männer darunter nicht wiederfinden würde. Aber sie wussten das nicht, und ich hielt die Mappe mit den Steckbriefen so, dass sie nicht hineinsehen konnten. Bei einem Steckbrief hielt ich inne und sah mir den nervösen Burschen noch einmal ganz genau an.

Dann sagte ich „Wen haben wir denn da?!“

Der Bursche sprang abrupt auf. Sein Stuhl kippte hinter ihm zu Boden. Seine Hand ging zu seinem Revolver, und ich sah, wie er in einer oft geübten Bewegung mit dem Daumen den Hahn spannte, während er den Revolver aus dem Holster riss. Er hatte die Waffe fast in Anschlag gebracht, als mein Schuss krachte.

Er war augenblicklich tot. Halb erwartete ich, dass der Padre oder sein anderer Begleiter versuchen würden, ihrem Kameraden zu Hilfe zu kommen, doch beide hoben die Hände über den Tisch und der Padre sprach „Ich bin untröstlich, Sheriff. Ich habe nicht den geringsten Argwohn gegen diesen Mann gehegt. Zu mir ist er stets redlich und aufrichtig gewesen. Ich hoffe, dieser Zwischenfall trübt nicht das Bild, das Sie von meiner Integrität als Mann Gottes haben.“

„Bei der Auswahl Ihrer Begleiter hatten Sie wohl nicht die Führung Gottes.“

„Selbst unter den zwölf Aposteln gab es einen Judas Iskariot“, entgegnete der Padre.

Aus Ein Grab bleibt für den Sheriff - Als Kindle-E-Book für 1,39 €*

*inklusive Mehrwertsteuer

Donnerstag, 22. September 2011

Ein Grab bleibt für den Sheriff

Foto: Randy Pertiet
Ein verschwundenes Freudenmädchen, ein fanatischer Exorzist, ein skrupelloser Massenmörder und ein Bestatter, der Gräber auf Vorrat schaufelt - das sind nur einige der Personen, die in Band 3 der Al Wolfson-Chroniken eine Rolle spielen werden. 

"Ein Grab bleibt für den Sheriff" ist spannende Unterhaltung, in der große Emotionen ebenso ihren Platz haben wie gewitzte Dialoge und leiser Horror. Getragen wird die Handlung wie stets von der mal lakonischen, mal nachdenklichen Erzählweise des zentralen Charakters Thomas Al Wolfson. 

Western-Fans bekommen die neue Munition für ihren Kindle spätestens Anfang Oktober. Eine Leseprobe erscheint dann wie immer auch hier. Wer nicht so lange warten möchte: Unter Die Bücher gibt's alle bis jetzt erschienenen Bände der Western-Reihe.


Mittwoch, 14. September 2011

Zwei Tagesritte von El Paso - zum Reinschnuppern


Dass ich in El Paso einen Mann über den Haufen geschossen habe, tut eigentlich nichts zur Sache. Aber erzählen muss ich es doch, denn wenn jemand erst später davon erfährt, könnte er sonst leicht auf den Gedanken kommen, es sei alles ganz anders gewesen, und ich sei bloß die zwei Tagesritte weit nach Diggers Tomb galoppiert, um zu türmen, und alles andere hätte dann der Teufel gefügt. Aber so war es nicht.

Also fange ich damit an: Ich habe in El Paso einen Mann über den Haufen geschossen, Hank Foster war sein Name. Ich habe ihn erschossen, und ich habe dafür bezahlt. Fünf Dollar, um genau zu sein.

Das war ein Batzen Geld, den einem der Sheriff abnahm, wenn er einen dabei ertappte, dass man einen Revolver im Dancing Flamingo trug. Und dass ich den Revolver im Dancing Flamingo getragen hatte, war ja spätestens klar, als es knallte und Hank Foster wie ein blutendes Schwein auf den Kartentisch fiel und noch ein bisschen Blut auf die Dollarbündel kotzte, bevor er aufhörte zu röcheln. Dann lag er still da, mit ausgebreiteten Armen, und jeder konnte die Asse sehen, die er noch in seinen Ärmeln stecken hatte. Ich sammelte die Geldbündel ein, gab dem Wirt, was ich ihm schuldete, dem Sheriff seine fünf Dollar, und noch ein kleines Bündel Geld, das ich nicht gezählt habe, damit sie Hank Foster in eine Kiste packen und unter die Erde bringen konnten. Wie gesagt, ich bin nicht getürmt, ich musste nicht türmen, denn ich war ja niemandem etwas schuldig geblieben.

Aus Zwei Tagesritte von El Paso - Als Kindle-E-Book für 0,99 €*

*inklusive Mehrwertsteuer

Montag, 12. September 2011

Kojoten am Rio Grande - zum Reinschnuppern


Die Männer erhoben sich grölend und lachend, zwei von ihnen packten Oscar bei den Armen und führten den zappelnden und schreienden Mann in Richtung auf das Ufer des Rio Grande zu. Oscar war hier, um mich zu jagen – aber er war vor allem einer von meinen Leuten. Jetzt war es also doch mein Krieg. Verfluchte Hurensöhne.

Ich überlegte kurz, ob ich einen Warnschuss abgeben sollte. Doch dann wären mir im Ernstfall nur noch fünf Kugeln geblieben, um es mit sechs Gegnern aufzunehmen. Ich griff nach meinem Colt und merkte dabei, dass meine Hände schweißnass waren. Es war eine Sache, Luke Branaghan eine Ladung Schrot in seine Männlichkeit zu verpassen, weil er es auf mein Mädchen abgesehen hatte, aber eine ganz andere, auf einen Mann zu schießen, um ihn zur Hölle zu schicken. Ich schloss kurz die Augen. Ich stellte mir einen der Kerle vor, wie er ein kleines Mädchen mit langen schwarzen Zöpfen an den Fluss zerrte, und, ein Messer zwischen seine Zähne geklemmt, ihren Kopf unter Wasser drückte, während sein Boss höhnisch deklamierte „Im Namen des Vaters, im Namen des Sohnes, im Namen des Heiligen Geistes...“ Ich öffnete die Augen wieder, zog, und zielte auf den Mann, der mir am nächsten war. Er hatte schon reichlich getrunken, und war gerade dabei, den anderen ans Flussufer zu folgen, als mein Schuss krachte. Ich sah, wie die Kugel ihm ein Stück seines Hinterkopfes wegriss und er zu Boden sackte wie eine Marionette, der man die Fäden abgeschnitten hatte. Kein schöner Anblick. Aber ein gutes Gefühl. „Amen“, sagte ich, während ich den Hahn des Revolvers spannte.  

Aus Kojoten am Rio Grande - Als Kindle-E-Book für 1,39 €*

*inklusive Mehrwertsteuer

Samstag, 10. September 2011

Die Feuer von Alamosa - zum Reinschnuppern

„Pete, Gordon, Will, kommt Ihr mit? Mein Tyler muss sich mal wieder austoben.“

„Da hast du Pech“, grinste Pete, „die Damen kommen erst, wenn der Schienentrupp hier ist.“

„Na, du scheinst ja schon dringend drauf zu warten“, entgegnete ich. „Mein Tyler ist nicht, was du denkst, Tyler ist bloß mein Pferd, und der muss sich wirklich dringend wieder bewegen.“

Pete und Will hatten keine eigenen Pferde hier, sie waren von der Eisenbahngesellschaft hierher kutschiert worden. Nur Gordon ritt sein eigenes Tier.

„Wenn es dir nichts ausmacht, mit einem Nigger auszureiten“, sagte Gordon.

„Hör mal, mein Vater ist gestorben, damit du und ich wie zwei Männer miteinander reden können. Tritt sein Andenken nicht mit Füßen.“

Das war übrigens die Wahrheit: Mein alter Herr war in der Schlacht am Gloriettapass gefallen. Dass er für die Südstaaten gekämpft hatte, musste ich Gordon ja nicht unbedingt auf die Nase binden.

„Schon gut, schon gut“, wehrte Gordon ab, und gemeinsam holten wir unsere Sattel aus den Schuppen. Ich hatte, von meiner Winchester abgesehen, noch fast alle meine Habseligkeiten in den Satteltaschen und an verschiedenen Schlaufen am Sattel hängen. Bratpfanne und Kaffeekanne brachte ich in meinen Spind, spürte aber nicht die geringste Begeisterung bei dem Gedanken, auch noch den Rest auszuräumen. Tyler war an das Gewicht ja ohnehin gewöhnt.

Grinsend sah ich Gordon zu, wie er seinen schneeweißen Rappen sattelte und aufsaß, verkniff mir aber jede Bemerkung.

„Ja, ja“, sagte Gordon, „nun mach schon deinen Spruch. Irgendwas mit 'schwarz auf weiß' liegt dir doch auf der Zunge.“

„Jep. Aber ich kann schweigen. Komm schon, bevor die Gäule Gicht bekommen.“

Wir galoppierten über eine langgezogene Ebene ein paar Meilen nach Westen. Insgeheim hoffte ich, einen Hinweis auf den möglichen Unterschlupf der Banditen zu finden. Vier Mann können sich leicht irgendwo verstecken, aber sie mussten ja auch ihre Pferde irgendwo unterstellen. Mein Plan war, das Versteck zu finden, zurück nach Alamosa zu reiten und mit zehn Mann und einer geladenen Winchester wieder zu kommen. Noch vor dem Frühstück wären die vier dann am Galgen, und mir wäre die Wahl zum Sheriff so gut wie sicher. Doch vorerst sah nichts danach aus, dass sich hier irgendwo Banditen aufhielten. 

Aus Die Feuer von Alamosa - Als Kindle-E-Book für 1,39 €*

*inklusive Mehrwertsteuer

Mittwoch, 7. September 2011

Wie viel Al Wolfson steckt in dir?


Play Games on Miniclip.com

Noch mal nachschauen, wie Tom Al "Lobo" Wolfson mit Banditen umgeht? Dann steck den Colt ein, zieh deinen Kindle, und lad durch:


Kojoten am Rio Grande - Als Kindle-E-Book für 1,39 €

Mittwoch, 24. August 2011

Old Shatterhand? Kenn ich nicht...

... doch, verdammt, natürlich kenn ich ihn. Wie kann man ihn auch nicht kennen, diesen strahlenden sachso-amerikanischen Volkshelden?! Diesen Beschützer der Schwachen, Rächer der Entrechteten, diesen Meisterschützen, Meisterreiter, Meisterboxer und Meister-was-weiß-ich-noch-alles. Gibt es eigentlich irgendwas, was uns Schmetterhändchen nicht besser kann als jeder andere?

Wenn Old Shatterhand (der dann wohl Young Shatterhand genannt worden wäre) und ich zusammen in der Schule gewesen wären, hätte es zwischen uns bestimmt nicht zur Blutsbruderschaft gereicht. Eher zu blutigen Nasen. Wer mag schon einen, der alles besser kann, und auch noch alles geschenkt bekommt: Für seinen Gaul hat er nicht bezahlt, der gute Henry hat ihm seinen ersten Henry Stutzen geschenkt - und ich hab mir für meine Winchester 66 ein halbes Jahr auf Rileys Ranch den Rücken krumm geschuftet und jeden verdammten Cent gespart, und dann noch ein halbes Jahr, um ihm Tyler abzukaufen, den störrischen Bronco, der er damals war.

Und dann dieses herablassend-edelmütige Getue. Ich bin sicher, wenn Old Shatterhand einer Lady vom Kutschbock hilft, und dabei sein Blick versehentlich auf ihren Unterrock fällt, wäscht er sich erst einmal eine halbe Stunde die Augen aus. Überhaupt, Old Shatterhand und die Ladys: Die einzige langhaarige Schönheit, mit der er sich von Zeit zu Zeit blicken lässt, ist dieser Apache. Jetzt nichts gegen Apachen, nette Kerle, wenn sie nicht gerade auf dem Kriegspfad sind. Aber ich will's mal so formulieren: Wenn ich meine Eliza mit einem Kerl zusammen in der Badewanne erwischen würde, und dieser Kerl wäre Old Shatterhand, und der mir dann erzählen würde, er gebe ihr bloß gerade Schwimmunterricht - also, ihm würde ich das glauben.

Kannst du dir diesen Old Shatterhand am Pokertisch vorstellen? Oder wie er stockbesoffen aus dem Saloon fliegt? Old Shatterhand, der reitet auch nicht auf Bullen, weil es da keine Chance gibt, dass er nicht doch  irgendwann im Dreck liegt. Und das wäre nicht gut für seinen Ruf als "sauberer" Westmann. Zugegeben, prügeln kann er sich wie ein echter Kerl, und man erzählt sich, er habe auch schon mal einen Bären mit dem Messer erlegt. Er behauptet, es war ein Grizzly. Ist eigentlich niemandem aufgefallen, dass er, seit diese Geschichte rum geht, eine Mütze aus einem Waschbärpelz trägt?

Was ich damit eigentlich sagen wollte: Neulich hat einer behauptet, dieser Old Shatterhand sei ja wohl mein großes Vorbild. Nein. Ist er nicht. Ich kümmere mich um meinen Kram, er sich um den von Jedermann. Ich schieße schon mal daneben, er trifft immer. Ich wasche mich mit Wasser und trinke Whiskey, er ... keine Ahnung, womit er sich wäscht, aber beim Trinken hält er sich jedenfalls ans Wasser.

Wenn du Old Shatterhand für den größten Westmann hältst, der je über die Prärie getrabt ist, dann hast du längst weiter oben aufgehört zu lesen. Wenn du all zu perfekten Menschen genau so wenig traust wie ich, wird dir meine Geschichte vielleicht besser gefallen:



Zwei Tagesritte von El Paso - Als Kindle-Ebook für 0,99 €



Bis demnächst im Saloon - oder vor dem Saloon, aber das willst du nicht wirklich. 

Dein
Thomas Al "Lobo" Wolfson, Diggers Tomb, New Mexico